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Habib
Koité & Bamada im Konzerthaus Mittwoch
Was
wäre eine Weltmusik-Reihe ohne Klänge aus dem Gelobten Land
der afrikanischen Musik? Mit dem Gitarristen und Sänger Habib
Koité ist Mali, dieses schier unerschöpfliche Reservoir
herausragender Musikerpersönlichkeiten, auch diesmal wieder mit
einem seiner international erfolgreichsten Interpreten präsent.
Tinariwen
am 5.06.2008 in der Szene Wien
In
ihrer Musik finden sich all die Ingredienzien, aus denen der Blues
und später auch Rock und Funk hervorgegangen sind. Tinariwen
bedeutet so viel wie Leerer Ort und ist eine Reminiszenz
der Musiker an ihren Lebensraum, die Wüste. An diesem leeren
Ort in Mali, steht sie, die Wiege des Blues. Als
Tinariwen in einer Triobesetzung nur mit Bass, Gitarre und Percussion
den Abend in Montreux eröffneten, konnte man sich kaum ihrer
erhabenen Bühnenpräsenz entziehen. Der tranceartige Gesang,
der auf alten Tuaregmelodien basiert, und die repetierenden Gitarrenriffs
lösten in ihren vielschichtigen Überlagerungen jegliches
Gefühl für Raum und Zeit auf. Es war ein sehr nachhaltiger
Moment. Kaum zu glauben, dass ein Teil der Musiker noch bis 1990 mit
Kalaschnikows bewaffnet für die Freiheit der Tuaregs kämpften
und diese nach dem Friedensabkommen mit Mali gegen Gitarren tauschten. Aman Iman ist Tinariwens drittes Album und wurde in den jetzt schon legendären Bogolan-Studios eingespielt, die ihre Berühmtheit durch Ali Farka Touré erlangt haben. Wiederholt verblüffen die Musiker, die aus der Wüste kommen, mit außerordentlich dynamischen und zugleich anmutigen Melodien und Rhythmen. Robert Plant umschreibt sehr treffend das Gefühl, das die Musik Tinariwens auslöst: Als ob man einem Tropfen lauscht, der in einen tiefen Brunnen fällt. Vielleicht rührt daher der Albumtitel Tinariwens, denn Aman Iman bedeutet so viel wie Wasser des Lebens.
Club
Sodade13.06.08 im BIRDLAND ab 20:00h
Die
Rhythmen und Melodien der Kapverdischen Inseln sind aus den internationalen
Weltmusik-Ranglisten nicht mehr wegzudenken. Die noch immer überaus
aktive kapverdianische Diva Cesaria Evora begeistert seit Jahren das
internationale Musikpublikum. Schon tritt die nächste und übernächste
Generation in ihre Fußstapfen. Auch sie bringt jene unvergleichliche
Musikalität mit, wie sie nur in einem spielerischen und musikbesessenen
Umfeld entstehen kann. In
Calheta de São Miguel, direkt an der Atlantikküste, ist
der Einfluss der Naturgewalten allgegenwärtig. Das Rauschen des
Atlantiks, die frischen Brisen und die nahen Bergketten schlagen sich
unmittelbar im musikalischen Schaffen der zahlreichen Gruppen nieder.
Die junge 10-köpfige Gruppe Unidos de Calheta präsentiert
lokale Musiktraditionen wie Funana, Coladera, Morna in Verbindung
mit Tanz in neuem Gewand mit natürlichem Charme und enormen Elan.
Allesamt strahlen die Mitglieder pure Freude an der Musik aus, wo
und wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet.
Ricardo Lemvo, Pionier im Kombinieren lateinamerikanischer und afrikanischer Elemente, vermengt mit spielerischer Freude Soukous mit Son, Rumba mit Bachata und Merengue und Salsa mit HipHop zu vermengen und begeistert sich für lautmalerische A-Capella-Experimente. Mit seiner in der kalifornischen Latino-Szene 1990 gegründeten Band Makina Loca (verrückter Tanz) erhebt der im Kongo geborene Musiker seine fröhliche und gleichzeitig starke Stimme in zahlreichen Sprachen, wie Englisch, Französisch, Portugiesisch, Lingala und Kikongo. Lemvo zelebriert mit seinen Songs das Leben und inspiriert sein Publikum zum Vergessen und Wegtanzen aller Sorgen. Gemeinsam mit seiner Gruppe spielte Lemvo auf zahlreichen Festivals in Europa, Amerika und Australien und wurde für verschiedene Auszeichnungen, u.a. den California Music Award nominiert.
Mit vier Alben und vor allem mit seinen energiegelandenen Live-Performances begeistert die Makina Loca Tanzwütige von Europa über Amerika bis nach Australien. 1998 erhielt Lemvo bei den American World Music Awards den Titel "Emerging Artist of 1998". Seine neue CD "Ay Valeria" ist in Deutschland bei Musica Latina im Vertrieb und erreichte im Februar & März 2004 Platz 1 und 2 der europäischen Weltmusik Charts!
Ricardo Lemvo & Makina Loca - ein vibrierendes Kaleidoskop mit einer Fülle von Bildern aus dem Kern Afrikas und der karibischen Inselwelt.
Seun
Kuti beim Wiesen Sunsplash 2008 - am 14.August
Seun
Kuti ist Fela Anikulapo Kuti 's letzter Sohn, und er tritt in die Fußstapfen
seines berühmten Vaters Fela
Kuti gilt als Begründer des Afrobeat und ist Nigerias bekanntester
Popstar der 1970er und 80er Jahre. Weit über Afrika hinaus ist
er bis heute berühmt für seine kraftvolle, originäre
Musik; seine Bedeutung für die afrikanische, aber auch für
die Popmusik ist durchaus vergleichbar mit der Bob Marley's im Reggae
und Pop. Seun Kuti kann eine ähnliche Bedeutung für eine neue
Generation von Musikfans erlangen.
Freshlyground
ist eine Südafrikanische Afro-Fusionsband, die 2002 in Kapstadt
gegründet wurde. Die Bandmitglieder kommen aus Südafrika,
Mozambik und Zimbabwe. Freshlyground integrieren Elemente von traditioneller
südafrikanischer Musik (wie Kwela und afrikanischen Folk) mit Blues,
Jazz und Indie-Rock. Die Leadsingerin ist Zolani Mahola, deren außergewöhliche
Stimme zu dem einzigartigen und frischen Sound der Band beiträgt.
In Südafrika haben sie viermal Platinum für ihre CD Nomvula
bekommen und waren wochenlang die Nummer 1 in den Charts . Sie bekamen
2006 den MTV Europe Musik Award als "best African act". |
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